wenn Bilder laufen lernen

 

 1   Allat Arbet Gnua!   22 min.

Mein erstes Filmprojekt war "Allat Arbet gnua", 24 Stunden auf der Sonnhalde, einer Alpe nahe Oberstaufen im Allgäu. Dort konnte ich den Tagesablauf von 5 Uhr früh bis zum Feierabend dokumentieren. Das Melken der Kühe und Geissen, das "Käsen" des köstlichen Bergkäses. Der Zubereitung der leckeren Speisen für die Tagesgäste konnte ich zusehen und den Erzählungen des Jakl Köhler, dem Herrn der Alpe, zuhören. Das will ich Ihnen nicht vorenthalten!

 

Der Film entstand im Sommer 2006, also vor Full HD. Und meine Videokünste leiteten sich ab von dem, was ich beim Fotografieren erlernt habe, also Bildgestaltung. An eine erweiterte Schnitttechnik oder gar an einen Kommentar habe ich mich noch nicht getraut. So bescheiden wie das Leben auf der Sennalpe ist, so bescheiden gibt der Film das wieder. Einfach - zufrieden.

 

2   Mit der Kraft der Argen      28 min.

Dieser Film hat mich sehr bewegt. Ursprünglich hatte er den Titel "Die Argen - Eine Symphonie". Basierend auf der Symphonie für Blasorchester von Bernhard Klein sollte ein Film entstehen, der überwiegend im Eistobel spielt. Technisch war das aber einfach nicht machbar.

So wurde daraus eine Betrachtung der Argen, einer der letzten naturbelassenen Flüsse in Deutschland, auf dem Weg vom Allgäu zum Bodensee. Wie dieser Kleinkraftwerke antreibt und Obstanlagen bewässert. Ja, sogar ein längst stillgelegtes Wasserrad-Kraftwerk in Langenargen wurde für diesen Film wiedererweckt, um seitdem nie wieder bewegt zu werden. Eine Mühle wird gezeigt, die längst kein Korn mehr mahlt.

Eine wahrhaft historische Betrachtung, die es sich lohnt anzusehen.

Gehen Sie mit auf diesem naturhistorischen Weg!

 

3   Mit Wasserkraft und Feuersglut  7 min.

Im hinteren Josefstal, einem Teilort der Marktgemeinde Schliersee in Oberbayern, habe ich einen Schmied gefunden, der seine Hammerschmiede mit Wasserkraft über ein Wasserrad antreibt. So ist über den "Sepp" Josef Geisler zu lesen:

Josef Geisler ist so was wie das letzte Einhorn unter den Werkzeugmachern, ein schwer sympathischer Dinosaurier, der gerne lacht und oft von seinen Enkeln besucht wird. Geisler fertigt Rindenschäler, Äxte, Hacken, Beile. Das ganze tolle Zeug. Pure Qualität. 1000 Mal besser als das Zeug aus dem Baumarkt, findet er. „Manche haben meine Sachen ewig“, sagt er.

Und ich hatte das Glück, diesem Menschen "über die Schulter zu schauen". Mit Ihnen!

 

4   Die Schreiner von Pfingstweid   7 min.

Da hatte ich die Gelegenheit, mit meiner Kamera bei Menschen mit Handicap zu arbeiten. Ich machte für die Stiftung einen Film für die Spielwarenmesse in Nürnberg, wo die hier produzierten Spielzeuge ausgestellt und angeboten wurden. An der Arbeitsstätte wurde mir so viel Empathie entgegengebracht, dass ich gerne immer wieder dort hin gehe und mich mit den Frauen und Männern unterhalte.

 

5   Die Montfort-Mühle in Langenargen    12 min.

Die Montfort-Mühle in Langenargen ist Geschichte. Das Gebäude steht noch - wie lange noch? Alles was zum Mahlen von Getreide benötigt wird ist rausgeräumt und verkauft oder verschrottet. Die Silos sind abgebaut. Mühle fertig!
Wie man so sagt "auf dem letzten Drücker" konnte ich den laufenden Mühlebetrieb noch festhalten und der Müllermeister Karge erklärt ein letztes Mal wie aus Getreide Mehl wird. Nur die Wasserkraft, mit der auch diese Mühle traditionell betrieben wurde, die treibt noch immer eine Turbine an und macht Strom - sauberen Strom.
Sie dürfen auch nochmal reinschauen. In die Mühle, die keine Mühle mehr ist.

 

6   Le Tour Privée 2014     31 min.

Die legendären Alpenpässe der Tour de France zu bezwingen, haben die sportlich engagierten Rennradfahrer Stefan (unser Sohn) und Tobi (ein Australier, den Stefan 1996 in Kanada beim Skifahren kennenlernte) sich vorgenommen. Mit Papa (an der Kamera) und Mama (am Steuer des VW-Bus über die Pässe) wurde das Projekt im Juni 2014 angegangen und mit der Fahrt auf den Mt. Ventoux, als Sahnehäubchen, abgeschlossen.

Mit der kleinen Handkamera wollte ich so viel wie möglich von den sportlichen Szenen einfangen, die gewaltige Bergwelt der Westalpen sollte aber nicht zu kurz kommen.

Ich denke das ist weitestgehend gelungen.

 

7   Match Race Germany - Das Segelereignis am Bodensee    20 min.

Mein letzter Film mit der Canon XL-H1, einer Bandkamera für Canon Wechselobjektive. Das 5,6x400 Objektiv mit 1,6-fach Konverter x Cropfactor 7 = Brennweite 4.480 mm. Da musste ich einen Sandsack unter das Stativ hängen, aber das Ergebnis war so gut wie man es in HDV eben nur erwarten konnte. Die "Action" beim Starkwindsegeln war zu vermitteln, so habe ich das gewollt.
Eine schöne Geschichte für die Freunde des Segelsports am Bodensee und für die Teilnehmer und die Mitarbeiter bei dem Event - wenn es die Verantwortlichen auch nicht honorieren wollten!

 

8   Boulderspässle 2016     12 min.

Bei der jungen Kletterszene im DAV Friedrichshafen konnte ich unlängst festhalten, wie dort in der Kletterhalle ein "Boulderspässle" veranstaltet wurde, das für die Teilnehmer mit einer Halbfinalüberraschung aufwartete, die sich sehen lassen konnte.

Schaut euch das mal an!

 

9   Pacific 231     19 min.

Mein neuester Film hat den Titel "Pacific 231". Er zeigt eine Dampfzugreise um den Bodensee im Mai 2017. Der Film wird getragen von dem Wettbewerbsfilm des Regisseurs Jean Mitry, der seinen Film mit dem nun von mir entlehnten Titel beim Filmfestival 1949 in Cannes vorstellte. Er wie ich nehmen als Grundlage den symphonischen Satz von Arthur Honegger, welcher am 8. Mai 1924 in der Pariser Oper uraufgeführt wurde. Es ist schon als extravagant zu bezeichnen, was ich da versuche, aber, wer nix wagt der nix gwinnt!

Ich hoffe das Zusehen macht Spaß.

 

10   s`Öchsle   19 min-

Das "Öchsle" ist eine Schmalspurbahn das zwischen dem oberschwäbischen Ochsenhausen und Warthausen bei Biberach verkehrt. Von einer Mallet-Dampflokomotive der Baureihe 99 gezogen ist uns das Öchsle aus dem Vorspann der SWR-Fernsehreihe "Eisenbahnromantik" längst bekannt. nach dem vorangegangenen Film über die riesige "01" ist es fast wie Spielzeugland, durch das wir auf 750 mm Spurweite fahren. Und das Highlight ist, ich darf auf dem Führerstand der Lok 99 788 mitfahren - ein Kindheitstraum.

Auch für diesen Film gilt: Wer den Vollbildmodus will muss den auf YOUTUBE anschauen. Es lohnt sich!

 

11   Pyrenäen - Mt. Ventoux 2017   30 min.

"Pässe-Tour de France 2.0", Mit dem Rennrad sind Stefan und Tobi schon einmal zusammen auf den Pässen Frankreichs unterwegs gewesen. 2014 von Genf nach Nizza. Eben da, wo die Tour de France die Menschen begeistert.

Jetzt sind die Pyrenäenpässe dran von der Biscaya bis zum Mittelmeer. Dazu ist Tobi Hobbs wieder extra aus Australien angereist. Auf einer Strecke von 800 km sind über 12.000 Höhenmeter entlang der französisch-spanischen Grenze zu bewältigen. Und als Krönung des Ganzen im Anschluss daran noch auf den kahlen Berg der Provence, zweimal, von beiden Seiten. Auf den Mt. Ventoux.

Wegen der großen Datenmenge dieses Filmes habe ich diesen mit  n u r  720p hochgeladen.

 

 

12   Madeira - Farbenspiel der Natur  20 min.

Das ganzjährig milde Klima verhalf Madeira zum schmückenden Beinamen "schwimmende Blumeninsel im Atlantik". Wir haben sie "Farbenspiel der Natur" genannt weil wir bei unserem Besuch im Juni 2017 festgestellt haben, dass dort die ganze Natur in ein Farbenspiel eingewickelt ist, die Blumen, die Pflanzenwelt die Krone sind. Wandern, entlang der Levadas, ist so entspannend und aufregend zugleich, dass es sich lohnt mit uns dort hin zu gehen. Und.... für dieses Farbenspiel habe ich in FullHD mit 200 Mbit All Intra gefilmt. Ein Farbenspiel!

 

13   Ein Morgen im Ried  9 min.

Das Eriskircher Ried ist ein Naturschutzgebiet am Bodensee das mich, allein schon wegen der räumlichen Nähe von unserem Wohnort, immer wieder anzieht. Ganz früh am Morgen, bevor die Wanderer und Radfahrer unterwegs sind, kann ich mich intensiv um meine Motive und um Vogelstimmen kümmern. Dort hin dürfen Sie mich interessiert begleiten ohne schon so früh aus dem Bett zu müssen. Und Sie dürfen ganz nah ran gehen an die Frösche, Fliegen und Heuschrecken.

14 Hamburg und die Elphi  31 min.

Am Freitag, den 13. Oktober 2017 bin ich mit der deutschen Bahn und VIER! Frauen nach Hamburg gefahren.

Die Frauen machten keine Probleme - aber die Bahn! Mit drei Stunden Verspätung kamen wir in Hamburg an. Doch die folgenden Tage zeigten uns, dass sich Warten lohnen kann. Auf eine Stadt wie:

 

15 Berlin- um "Altes" und "Neues" zu erleben

Mit der Deutschen Bahn nach Berlin fahren - ob das mal gut geht? Und ob das gut ging. Kurz nach fünf in Langenargen ab und kurz nach zwei Uhr Nachmittags - minutengenau in Berlin Hauptbahnhof angekommen. Was will man mehr?

Das alte Berlin im Nikolaiviertel, die Oberbaumbrücke, eine Stadtrundfahrt mit dem Sightseeing Bus aus 4 Meter Höhe. Die Filmstadt Babelsberg und die Deutsche Oper. Und was wir alle noch nicht gesehen haben. Da müssen wir nochmals hin!

 

16 "Die Brücke" von 1898

Das denkmalgeschützte Bauwerk verlor seinen besonderen Schutz weil die Deutsche Bahn AG die Südbahn elektrifizieren möchte. Dazu konnte die alte, genietete Eisenbrücke nicht aufgerüstet werden. Abbruch! und Neubau eines neuen Bauwerkes.

Diesen Weg habe ich mit meiner Kamera ganz nüchtern und dokumentarisch begleitet und alle Höhepunkte dieser Bauzeit erfasst. Bis zum traurigen Ende der alten Brücke auf dem Weg in die Schrottpresse.

Dieser Film unterliegt einem besonderen © by fotofilmundton.de Hans Schmidhuber